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Was tun, wenn Albert fehlt?
Als Vorbilder für Kreativität und Innovation werden immer wieder Einstein, Mozart & Co. genannt – Personen, die ganz Einmaliges geleistet
haben. Schön! Aber solche Genies gibt es in Unternehmen bekanntlich nur selten! Was also tun, wenn Sie im Unternehmen "nur" mit ganz normalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu tun haben?
Achten Sie in Zukunft bei der Auswahl Ihrer Mitarbeiter gezielt auf die bunte Mischung: Den belebenden Mix aus fantasievollen Ideenproduzenten, nüchternen Realisten, spinnigen Visionären,
systematischen Analytikern, ausdauernden Arbeitsbienen, ausgefuchsten Umsetzungsspezialisten, ... . Und stimulieren Sie deren Innovationsbereitschaft. Fast immer können Sie davon ausgehen, dass Ihre
Leute das Potenzial haben, anstehende Probleme klug zu lösen und neue Fragen rechtzeitig zu entdecken. Andernfalls läuft etwas schief. Alle Ihre Alarmglocken müssen schrillen, wenn Mitarbeiter z.B. in
der Freizeit pfiffige Computerprogramme oder Werbekonzepte für den Sportverein entwickeln, im Unternehmensalltag aber von diesen kreativen Fähigkeiten gar nichts zeigen. Hier finden Sie sieben
"Strategien", wie Sie kreatives Potential aktivieren:
1. Visionen entwickeln! Ohne Leidensdruck, attraktive Ziele oder Perspektiven wird sich kaum jemand auf den langen, mühsamen Weg
zur Innovation begeben. Erstrebenswerte Visionen sorgen für die Zugkraft, „Leidensdruck“ gibt den nötigen Flankenschutz. Fördern Sie die Einsicht, dass frühzeitige Bewegung und Veränderung Not tun
– oder alle stehen später vor vollendeten Tatsachen.
2. Freude an kleinen Schritten! Warten Sie nicht nur auf patentreife Erfindungen. Fördern Sie stattdessen die vielen kleinen
Ideen und Initiativen: Bekanntlich macht auch Kleinvieh Mist. Vor allem aber entsteht dadurch das nötige Innovations-Klima – Elastizität im Denken braucht Training!
Also: Nicht nur die großen Sprünge der Veränderung!
3. Eigeninitiativen fördern! Ihre Mitarbeiter brauchen Freiraum und Unterstützung beim Entwickeln und Erproben neuer Ideen und
Lösungen. Das erhöht die Motivation, das Engagement und damit auch die Effizienz und Effektivität. Und diesen Freiraum fordern Sie auch selbst für sich ein!
4. Risikobereitschaft! Kreativität und Innovation sind immer auch Expeditionen in Neuland. Ergebnisse und Erfolg haben Sie nur
bedingt unter Kontrolle. Erfolg, Blamagen und Flops sind möglich. Da braucht es starke Nerven und Gottvertrauen. Also: Mehr Lust auf Fehler! Wer alles lässt wie es ist, lebt auch riskant!
5. Verantwortung! Das Schwarz-Peter-Spiel bringt Sie nicht weiter: "Ich würde ja gerne ........, wenn ....... " (es
folgt eine Reihe unrealistischer Voraussetzungen in Richtung Geschäftsführung, Kollegen, ... ). Dieses "Zirkel-Spiel" garantiert Stagnation. Steigen Sie aus aus diesem Teufelskreis!
6. Systemisch denken! Die Rechnung nicht ohne den Wirt machen: Wen betrifft eine angedachte Innovation? Wer will sie? Gibt es
Gewinner und Verlierer? Wenn Sie Betroffene nicht frühzeitig in innovative Vorhaben einbeziehen, verschenken Sie Lösungspotential und müssen sich über Widerstand nicht wundern.
7. Kreativ-Handwerk nutzen! Zuhören statt Reden. Ermutigen. Chancen suchen statt Risiken bewerten. Kreative Team- und
Besprechungskultur pflegen. Kreativ-Methoden klug nutzen. Die "Schritte" kreativer Problemlösung in richtiger Reihenfolge gehen. Zum Querdenken anstiften. "Innovation" im Team zum
Thema machen. Viele Wege führen zur Innovation. Nur wer anfängt zu gehen, wird ankommen – trotz steinig ungewisser Wegstrecken. Warten Sie nicht auf Einstein & Co! Sie und Ihre Abteilung haben
bereits das Potential zu klugen Problemlösungen, zu mehr Kreativität und Innovation. Also: “Good-bye Einstein!” – auch wenn’s schwer fällt.
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